Das Leben in all seinen Formen und Ausprägungen ist kein statisches Etwas, sondern ein sich ständig verändernder 01 ImageProzess. Die indische Philosophie teilte die Zeit, in der die Kräfte und Elemente wirken, in zyklische Phasen ein. So entstand der ewige Wechsel zwischen der Ruhepause (Samenhaftigkeit) und dem Ausdruck (Manifestation), und es formte sich die Schöpfung als unaufhörliches Pendeln zwischen Vielfalt und Einheit.

Solche Gegensatzpaare sind z.B. Tages-und Nachtenergien, Bewegung und Stillstand, Aktivität und Passivität, Anspannung und Entspannung, Einatem und Ausatem, Kreativität und die vorher gewonnene Inspiration uvm.

Die Vereinigung dieser Gegensatzpaare ist Hauptanliegen des Hatha-Yoga, hier werden die Sonnenenergie (Feuer) mit der Mondenergie Tha (Wasser) harmonisch in Einklang gebracht und es entsteht ein balancierter Zustand von Ausgeglichenheit (aktive Ruhe, oder ruhende Aktivität).

Ausdruck finden diese polaren Energien im feinstofflichen Körper in "Pingala - Nadi" der Sonnenbahn, die im Becken ihren Ursprung hat, sowie Ida - Nadi, der Mondbahn, ebenfalls im Beckenraum beginnend. Auf ihrem Weg durch die Chakren (feinstoffliche Energiezentren) kommen sie schließlich im 3. Auge, dem 6. Chakra an und vereinen sich hier in der oben beschriebenen Art und Weise.

 

 

Wir beginnen unser Leben mit einem hohen Energiepotential, das mit zunehmendem Alter abnimmt. Dieser Verlust entsteht u.a. dadurch, daß sich der Körper mit der Zeit verfestigt und starrer wird. Daher ist es wichtig, ihn in Bewegung zu halten und zentrale Bedeutung hat die Entspannungsfähigkeit (das Mondprinzip Tha) auf allen Ebenen.

Der Muskel vollbringt während seiner Anspannung eine Leistung und verbraucht Energie. In der nachfolgenden Entspannung dehnt er sich aus, baut eine energetische Ladung auf und wird wieder leistungsbereit. Ein entspannter Mensch hat die Fähigkeit, diese hohe Energieladung zu halten. Seine Bewegungen sind locker, anmutig, mit einem Minimum an Kraft.

 

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Gerade in unserer heutigen schnelllebigen und reizüberfluteten Zeit ist es wichtig, über die körperliche Entspannung auch geistig-mentale Ruhepunkte zu finden. In der Tiefenentspannung des Yoga-Nidra (Schlaf der Yogis) lernt der Übende in einen Art körperlichen Kurzschlaf zu gelangen, in dem alle körperlichen, geistigen und seelischen Aktivitäten zur Ruhe kommen. Im Gegensatz zum normalen Schlaf befindet er sich bei vollem Bewußtsein und kommt so ganz tief im Inneren an. In dieser tiefen Entspannung ist es möglich, neue Energie bis in die Zellebene aufzunehmen.

Im Sonnenprinzip Ha spielt die Wahrnehmung eine zentrale Rolle, da sie ermöglicht, Bewegungen differenziert auszuführen. So können sich zwei nahe gelegene Punkte voneinander entfernen und es entsteht Raum (z.B. im Schulterbereich). Gelenke werden weit und die Muskulatur gewinnt trotz Anspannung Länge. Bewegung in dieser bewußten Wahrnehmung optimiert die Gelenkführung und Verschleißerscheinungen werden minimiert.

So ist es durch den geringen Energieverbrauch möglich, Stellungen lange Zeit zu halten und Bewegungen mühelos auszuführen. Die benötigtenMuskeln arbeiten im Optimum und die umgebenden (nicht benötigten) Muskeln sind entspannt. Bewegungen solcher Art wirken nach außen hin mühelos, ästhetisch und sehr schön.

Auf der mental-emotionalen Ebene hilft uns die Wahrnehmung in die Position eines Beobachters zu schlüpfen. Es wird möglich, alte Denk-und Verhaltensmuster zu erkennen und Ursachen und Zusammenhänge zu sehen. Diese verbesserte Selbstwahrnehmung erlaubt eine bewußte und eigenständige Entscheidung über mögliche Verhaltensänderungen. Die Autonomie des Menschen auf allen Ebenen wird gefördert.

 

 

Als weiteres wichtiges Bewegungsprinzip finden wir die Spiraldynamik in allen Lebens- und Seinsbereichen

(Pflanzenwachstum, Schneckenhäuser, Nebel, 03 ImageWolken, Wasserwirbel, Windhosen uvm.)

Uralt angelegte Bewegungsmuster wie zum Beispiel das Laufen finden innerhalb dieser Prinzipien statt. Bein und gegenüberliegender Arm werden mit jedem Schritt nach vorne gebracht, die Bewegungssektoren Schultergürtel und Becken bewegen sich dabei entgegengesetzt. Die Wirbelsäule als zentrale Achse reagiert mit spiralförmiger Verschraubung.

Heutzutage haben viele Menschen diese Spiralen verloren, oder auf ein Minimum reduziert. Der Körper bewegt sich "en bloc", die Wirbelsäule verliert ihre spiralige Streckung, Rückendeformierungen und -schmerzen sind die Folge.

Durch das bewußte Erfahren dieser Spiralwellen in gezielten Übungen im Stand, Sitzen und Liegen entstehen Bewegungsabläufe, die zum einen den Körper strecken und dehnen und gleichzeitig in dieser Dehnung Muskeln entsprechend ihrer natürlichen Funktion kräftigen.

Innerhalb dieser Verschraubung richtet sich die Wirbelsäule optimal auf, die beiden Endpunkte Scheitel und Steiß werden dabei auseinandergezogen. Der Übende erfährt in dieser Verschraubung eine tief im Inneren erfahrbare Leichtigkeit und Aufrichtung.

Festgefahrene Verhaltensmuster, die häufig mit Denk- und Gefühlsmustern einhergehen (äußere Haltung = innere Haltung) können so aufgespürt, verändert und die Veränderungen in den Alltag integriert werden.

 

  

 

 

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500 bis 900 vor Christus

Die Rishis (heiligen Männer) Nordindiens empfingen in Versenkung "das heilige Wissen" von den Göttern. Daraus entstand über viele Jahrhunderte eine weitläufige Textsammlung, die Vedas. Die darin beschriebenen Götter und Mythen waren sehr naturnah, Agni das heilige Feuer und Surya die lebensspendende Sonnenkraft spielten eine zentrale Rolle.

 

 

 Reinigungen (Kriyas)

 

 

Die Übung der Achtsamkeit ist eine alte buddhistische Praxis, die auch für das heutige Leben von großer Bedeutung ist. Es geht darum, aufzuwachen und in Harmonie mit sich selbst und der Welt zu leben: zu erforschen, wer wir sind und unsere Sicht der Welt und unsere Rolle darin zu hinterfragen. So lernen wir jeden Augenblick in seiner Fülle schätzen. Doch das wichtigste Ziel der Achtsmkeitspraxis ist, mit sich selbst in Kontakt zu kommen.

 

Anatomie der Atemorgane und Atemwege

Beginn in den Nasengängen, dann folgt der Rachen-Kehlraum, die Luftröhre mit der Gabelung in 2 Bronchiengänge schließt sich an, es folgt die Verzweigung in Bronchiolen, dort sitzen die Lungenbläschen.

Karte und Anfahrt

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