Wahrnehmung

Je detaillierter die Wahrnehmung, wo und wie Bewegungen stattfinden, desto größer wird das Potential an Beweglichkeit.

Durch das bewußte Hinspüren kann das Nervensystem eine verfeinerte Bewegungskontrolle ausüben. Die Bewegungen werden dadurch harmonischer und feiner. Hierzu wird das kinästhetische Empfinden, das "im Körper gespürte Erlebnis" als Bewegungsssinn, Kraftgefühl und Lage im Raum geschult.

Unsere Wahrnehmung wird gefüttert durch Sinnesreize in Form von Farben und Formen, Gerüchen, Klängen, die an den Sinnesorganen ankommen und an das Gehirn über elektrische Impulse übermittelt werden. Diese Reize treffen auf bestimmte Areale im Gehirn und das Gehirn "baut sich anhand dieser Informationen ein Bild von der Welt zusammen". Wenn wir unsere Sinne verfeinern, fordern und fördern, können wir unserem Gehirn ein erweitertes, sich immer wieder veränderndes, lebendiges Bild der Welt vermitteln.

Sind wir z.B. in einer für unser Gehirn ungewöhnlichen Körperhaltung im Yoga reagiert das Gehirn auf diesen Impuls mit neuen neuronalen Vernetzungen. Je mehr Reize wir geben, umso stärker ist diese Vernetzung, auf die wir im Leben zurückgreifen können. Das Gehirn bleibt offen für Neues, wir haben einen großen Fundus und Schatz an Reaktionsmöglichkeiten.

Sobald wir die ausgetretenen Autobahnen des Gehirns verlassen (das sind unbewußte Abläufe, die nebenher laufen wie z.B. gehen oder Autofahren) und neue "kleine Trampelpfade bahnen", also bewußt neue Bewegungen, oder Gedanken ausprobieren wird unser Gehirn gefördert.

Das Gehirn hört nie auf zu sich zu verwandeln, zu vernetzen, und "wir werden zu dem, womit wir uns beschäftigen". So können wir z.B. über das bewußte Bewegen, und die bewußte Wahrnehmung im Raum immer wieder neue Impulse setzen, wir bleiben auch auf der Wahrnehmungsebene berührbar, wandelbar.

Wahrnehmung, Feuer und Luft

Da Körperhaltung und Denken/Fühlen eng miteinander verbunden sind, ist die Körperhaltung Spiegel der Gedanken und Gefühle. So, wie Gedanken und Gefühle direkt auf den Körper wirken (bei Angst ziehen wir z.B. die Schultern hoch), kann durch den Körper harmonisierend und ausgleichend Einfluss genommen werden auf unser Denken und Fühlen.

Daneben schaffen Visualisierungen und Vorstellungsbilder neue Körperräume, in die wir hineinschauen- atmen, -hören und -fühlen können.

Wahrnehmung, Wasser und Luft